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Ratgeber

ChatGPT oder Claude, welche KI passt zu meinem Unternehmen?

Kurz beantwortet

Es gibt keinen Anbieter, der für alles der beste ist. Entscheiden Sie nach der Aufgabe, die bei Ihnen dominiert, nach Ihren Datenschutzanforderungen und danach, was Sie ohnehin einsetzen. Richten Sie so ein, dass ein Wechsel später möglich bleibt.

Die ehrliche Antwort zuerst

Wir verdienen nichts daran, welches Werkzeug Sie einsetzen. Wir haben mit keinem der Anbieter eine Vertriebspartnerschaft, und diese Seite ist deshalb kein verkappter Verkaufstext.

Die ehrliche Antwort lautet: Für den durchschnittlichen Klein- und Mittelbetrieb ist der Unterschied zwischen den führenden Anbietern kleiner als der Unterschied zwischen gut eingeführt und schlecht eingeführt. Ein mittelmäßiges Werkzeug mit klaren Regeln, geschultem Team und einem konkreten Anwendungsfall schlägt das beste Modell ohne all das, jedes Mal.

Wenn Sie nur eine Sache aus diesem Beitrag mitnehmen: Die Auswahl ist nicht Ihre wichtigste Entscheidung.

Wo die Unterschiede tatsächlich liegen

Ergebnisqualität bei Ihren Aufgaben

Ob ein Modell bei langen Verträgen, Ausschreibungen, Programmcode, Bildern oder Sprache besser abschneidet, ändert sich mit jeder neuen Modellversion. Pauschale Urteile wie “Claude für lange Dokumente” oder “OpenAI für Bilder” sind deshalb keine Produkteigenschaft, sondern eine Momentaufnahme. Belastbar wird ein Vergleich erst mit benanntem Modell, Tarif, Datum und drei bis fünf echten Aufgaben aus Ihrem Betrieb.

Anbindungen

Beide Anbieter bieten fertige Verbindungen zu verbreiteten Anwendungen und unterstützen offene Schnittstellen wie das Model Context Protocol. Entscheidend ist, ob genau Ihre Systeme dabei sind, ob die Anbindung nur lesen oder auch schreiben darf und wie Ihr Administrator sie steuert.

Nähe zur Büroumgebung

Wenn Ihr Betrieb auf Microsoft 365 läuft, zählt, was dort ohne Umweg verfügbar ist. Dafür gibt es mehrere Wege: Microsoft Copilot sowie Add-ins und Connectoren verschiedener Anbieter. Vergleichen Sie Schreibrechte, Administratorsteuerung und Datenfluss, nicht nur den Namen. Unterschätzen Sie diesen Punkt nicht.

Europäische Anbieter

Mistral aus Frankreich ist eine europäische Option. Für Betriebe mit hohen Anforderungen an Datenhoheit oder mit öffentlichen Auftraggebern kann das den Ausschlag geben. Ob die Modelle für Ihre Aufgaben reichen, zeigt derselbe Test wie bei allen anderen.

Betrieb im eigenen Haus

Offene Modelle wie Llama oder Qwen lassen sich auf eigener Infrastruktur betreiben. Das ist die Antwort, wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen. Es ist aber kein Sparmodell: Der Betriebsaufwand ist erheblich, und wie gut die Ergebnisse sind, hängt von Modell, Hardware, Sprache und Aufgabe ab.

Was viel wichtiger ist als die Auswahl

Der Anwendungsfall. Ohne einen konkreten Ablauf, der besser werden soll, bringt kein Anbieter etwas. Mehr dazu in KI im Unternehmen einführen.

Der richtige Tarif. Private Konten sind im Betrieb ein Datenschutzproblem, unabhängig vom Anbieter. Sie brauchen einen Geschäftstarif, in dem Ihre Eingaben nicht zum Training verwendet werden, und für personenbezogene Daten eine Rechtsgrundlage sowie einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter.

Die Anbindung. Ein Werkzeug, das Ihre Aufträge, Preise und Historie nicht kennt, kann nur allgemeine Antworten geben. Der Nutzen entsteht bei der Anbindung an Ihre Systeme.

Die Schulung. Der EU AI Act verlangt Maßnahmen zur KI-Kompetenz der Personen, die damit arbeiten, auch wenn er seit Juli 2026 kein bestimmtes Niveau und keine formale Schulung vorschreibt. Unabhängig davon ist es der Punkt, an dem der Nutzen entsteht oder eben nicht.

Wie wir es machen

Wir richten so ein, dass ein Wechsel möglich bleibt. Anbindungen an Ihre Systeme bauen wir über offene Schnittstellen, Vorlagen und Arbeitsweisen dokumentieren wir außerhalb des jeweiligen Werkzeugs, und wir vermeiden Abhängigkeiten von Funktionen, die es nur bei einem Anbieter gibt.

Das kostet in der Einrichtung etwas mehr Aufwand. Es ist die günstigste Versicherung gegen eine Preiserhöhung, eine Produktabkündigung oder einen Anbieter, der in zwei Jahren nicht mehr zu Ihnen passt.

Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir im kostenlosen Erstgespräch.

Stand: September 2026. Produktfunktionen, Tarife und Modelle ändern sich häufig, prüfen Sie Details vor einer Entscheidung bei den Herstellern.

KI-Check

Der erste Schritt kostet nichts außer 30 Minuten.

Rufen Sie an oder schreiben Sie kurz. Wir schauen uns gemeinsam an, wo in Ihrem Betrieb der größte Hebel liegt. Wenn sich nichts rechnet, sagen wir Ihnen das auch.

Lieber direkt sprechen? +43 681 81751650