Warum hier keine Preisliste steht
Wir schreiben bewusst keine Pauschalpreise auf diese Seite, weil sie in Ihrem Fall entweder zu hoch oder zu niedrig wären. Was wir stattdessen tun: die Kostenblöcke offenlegen, damit Sie ein Angebot beurteilen können, egal von wem es kommt.
Die vier Kostenblöcke
1. Lizenzen
Der sichtbarste und der kleinste Posten. Geschäftstarife der großen Anbieter liegen typischerweise bei zwanzig bis fünfzig Euro pro Person und Monat, abhängig vom Funktionsumfang. Für zehn Personen sind das grob zweieinhalb bis sechs Tausend Euro im Jahr.
Ein häufiger Fehler ist, gleich für alle zu lizenzieren. Beginnen Sie mit den Personen, die im Piloten tatsächlich arbeiten. Nicht genutzte Lizenzen sind der lautloseste Kostenposten überhaupt.
2. Einführung
Analyse, Auswahl, Einrichtung, Regeln, Schulung. Das ist einmalig und der Posten, an dem am häufigsten gespart wird, mit dem Ergebnis, dass die Lizenzen danach ungenutzt weiterlaufen.
Für einen Betrieb mit zehn bis fünfzig Personen und einem ersten Anwendungsfall liegt das im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich. Wenn Ihnen jemand eine Einführung für ein paar hundert Euro anbietet, bekommen Sie einen Vortrag, keine Einführung.
3. Anbindung an Ihre Systeme
Der Posten mit der größten Spannweite und dem größten Nutzen. Ein Werkzeug, das Ihre Aufträge, Preise und Historie nicht kennt, gibt allgemeine Antworten. Der eigentliche Wert entsteht bei der Anbindung.
Was das kostet, hängt vollständig davon ab, was Sie einsetzen. Ein System mit dokumentierter Schnittstelle ist eine Sache von Tagen. Ein System ohne Schnittstelle, dessen Hersteller nicht mitspielt, kann ein Vielfaches kosten oder gar nicht gehen. Diese Frage gehört deshalb ganz an den Anfang, nicht ans Ende.
4. Laufender Betrieb
Betreuung, Anpassungen, Einschulung neuer Mitarbeiter, Nachziehen bei Neuerungen. Wird fast immer vergessen und ist der Grund, warum eingeführte Werkzeuge nach einem Jahr nicht mehr genutzt werden.
Rechnen Sie mit einem überschaubaren monatlichen Betrag oder einem Stundenkontingent. Wichtig ist weniger die Höhe als dass es überhaupt jemanden gibt, der zuständig ist.
Die Kostenfallen
Zu früh in die Breite gehen. Lizenzen für alle, bevor ein Anwendungsfall steht. Das Budget sucht sich dann seinen Zweck, und das geht selten gut aus.
Den falschen ersten Ablauf wählen. Der komplizierteste Ablauf hat oft das größte theoretische Potenzial und die schlechteste Erfolgsaussicht. Der teuerste Fehler ist nicht das falsche Werkzeug, sondern der falsche erste Anwendungsfall.
Offene Stundenrahmen bei der Umsetzung. Für Individualsoftware sollte nach einer Konzeptphase ein Festpreis stehen. Wer Ihnen ohne Konzept einen Stundensatz nennt und loslegt, verlagert das gesamte Risiko zu Ihnen.
Abhängigkeit einbauen. Wenn Sie Quellcode und Dokumentation nicht bekommen und die Anbindung an einen einzigen Anbieter gebunden ist, zahlen Sie später einen Preis, der heute nicht im Angebot steht.
Was Sie dagegensetzen können
Rechnen Sie den Nutzen vorher aus, nicht nachher. Wenn ein Ablauf zwanzigmal pro Woche vorkommt und je zehn Minuten spart, sind das rund drei Stunden pro Woche. Mit einem internen Stundensatz von fünfzig Euro sind das etwa siebentausend Euro im Jahr. Das ist die Zahl, gegen die Sie das Angebot halten.
Diese Rechnung ist grob, aber sie ist besser als jedes Bauchgefühl. Und wenn sie nicht aufgeht, ist das eine sehr gute Nachricht: Sie haben sich ein Projekt erspart.
Genau diese Rechnung machen wir in der KI-Potenzialanalyse systematisch, für alle Ansatzpunkte in Ihrem Betrieb. Der Einstieg ist ein kostenloses Erstgespräch von 45 Minuten.